Jugendstrafrecht

Was Sie wissen sollten
Ein strafrechtlicher Vorwurf kann verunsichern – besonders wenn man zum ersten Mal mit Polizei, Staatsanwaltschaft oder Gericht zu tun hat. Ein solches Verfahren kann viele Fragen aufwerfen:
Was passiert jetzt? Welche Rechte habe ich? Muss ich bei der Polizei aussagen? Welche Folgen kann der Vorwurf haben? Und was bedeutet das für meine Zukunft?
Gerade im Jugendstrafrecht ist es wichtig, frühzeitig die richtigen Schritte zu gehen.
Jugendliche und Heranwachsende sind keine „kleinen Erwachsenen“
Für Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren gilt grundsätzlich das Jugendstrafrecht. Bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 20 Jahren kann unter gewissen Voraussetzungen ebenfalls Jugendstrafrecht angewandt werden.
Dabei steht nicht allein die begangene Tat im Mittelpunkt. Auch die persönliche Entwicklung und die Lebenssituation des jungen Menschen spielen eine wichtige Rolle.
Schule, Ausbildung, Familie, Freundeskreis und die persönliche Entwicklung können ebenso von Bedeutung sein wie die Frage, ob es sich um einen einmaligen Vorfall handelt oder bereits andere Auffälligkeiten ersichtlich sind.
Das Jugendstrafrecht soll deshalb vor allem dabei helfen, weitere Straftaten zu verhindern und dem jungen Menschen eine positive Entwicklung zu ermöglichen.
Welche Folgen kann eine Straftat haben?
Auch im Jugendstrafrecht können erhebliche Konsequenzen drohen. Je nach Fall kommen beispielsweise erzieherische Maßnahmen, Auflagen, Verwarnungen, Jugendarrest oder – bei schwerwiegenden Fällen – auch eine Jugendstrafe mit oder ohne Bewährung in Betracht.
Welche Reaktion angemessen ist, hängt immer von den Umständen des Einzelfalls ab.
Deshalb sollte ein Jugendstrafverfahren weder vorschnell als „Jugendsünde“ abgetan noch als unabwendbare Belastung für die Zukunft betrachtet werden.
Wer beschuldigt wird, sollte sich an einen Strafverteidiger wenden.
Als Beschuldigter besteht grundsätzlich das Recht zu schweigen. Ein Strafverteidiger kann zunächst Einsicht in die Ermittlungsakte nehmen und prüfen, was konkret vorgeworfen wird und welche Beweise vorliegen.
Sodann kann gemeinsam entschieden werden, ob und wie eine Einlassung sinnvoll ist.
Gerade bei Jugendlichen und Heranwachsenden kann ein Strafverfahren viele Fragen aufwerfen. Häufig fehlt die Erfahrung, um einschätzen zu können, was eine bestimmte Aussage oder Entscheidung für den weiteren Verlauf bedeutet.
Ein Strafverteidiger kann dabei helfen, den Überblick zu behalten, Rechte zu schützen und die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt zu treffen.
Dabei geht es nicht nur darum, sich gegen den konkreten Tatvorwurf zu verteidigen. Auch die persönliche Situation des jungen Menschen sollte berücksichtigt werden. Schule, Ausbildung, Familie und Zukunftsperspektiven können eine wichtige Rolle spielen.
Ich nehme mir Zeit, den konkreten Fall und die persönliche Situation zu verstehen. Ich erkläre verständlich, was im Verfahren passiert, welche Möglichkeiten bestehen und welche nächsten Schritte sinnvoll sein können.
Mit der richtigen Strategie muss ein strafrechtlicher Vorwurf nicht über die Zukunft eines jungen Menschen bestimmen.
Ich begleite Jugendliche und Heranwachsende persönlich, engagiert und auf Augenhöhe – ebenso wie Eltern und Angehörige, die Unterstützung und Orientierung benötigen.
Je früher rechtlicher Rat eingeholt wird, desto besser können die Möglichkeiten der Verteidigung genutzt werden.
